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Sicherheit im Internet

Im Internet muss man vorsichtig sein - genau wie im normalen Leben. Eure Eltern haben euch bestimmt ein paar Tipps gegeben, wie ihr euch Fremden gegenüber verhalten sollt. Im Internet gilt: Seid mindestens genauso vorsichtig wie sonst auch!

Im Internet sind unheimlich viele Leute unterwegs, auch wenn man sie natürlich nicht sieht. Die meisten sind nette Typen - doch genau wie im "richtigen Leben" sind nicht alle gleich freundlich. Manche Menschen könnte man glatt als unfreundlich und böse bezeichnen. Mit denen will man lieber nichts zu tun haben.

Nur: Im Internet kann jeder so tun, als sei er jemand ganz anderes. Logisch, denn schließlich kann man sich ja nicht sehen. So kann es sein, dass das angeblich 11-jährige Mädchen, mit dem man sich mailt, in Wirklichkeit ein erwachsener Mann ist. Oder es kann sein, dass Werbeleute sich in Chats reinschummeln, um zu erfahren, wie die Kinder ihr Produkt finden.

Vor solchen Schwindlern muss man sich in Acht nehmen. Passt also selbst mit auf!

Wenn ihr die folgenden Regeln befolgt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen:

 Gebt niemandem euren vollen Namen, auch nicht in Chats!
Überlegt euch lieber einen witzigen Fantasienamen, den ihr beim Chatten oder auch sonst benutzt.

 Gebt niemandem im Netz eure Adresse und Telefonnummer!
Es geht keinen etwas an, wo ihr wohnt. Richtige Adressen sind im Internet auch gar nicht wichtig. Denn wieso sollte jemand aus dem Internet wissen müssen, wo ihr zu Hause seid? Wenn ihr euren Namen und Adresse doch mal angeben müsst, z. B. weil ihr bei einem Gewinnspiel mitmachen möchtet, fragt vorher eure Eltern. Meistens muss es aber ausreichen, wenn ihr nur eine E-Mail-Adresse angebt.

 Euer Passwort geht keinen Menschen etwas an!
Teilt es also nie jemandem mit.

 Sofort petzen!
Wenn ihr im Internet Seiten seht, die euch komisch vorkommen, zeigt sie bitte euren Eltern.

 Kein Treffen mit E-Mail-Freunden ohne Erlaubnis!
Seid wachsam: Trefft euch nie mit Leuten, die ihr übers Internet kennen gelernt habt, ohne eure Eltern zu fragen. Noch besser: Nehmt eure Eltern zum ersten Treffen mit.

 Verwendet am besten zwei E-Mail-Adressen:
Die eine gebt ihr wirklich nur an eure Freunde und Familie weiter. Die zweite könnt ihr auch mal im Internet bekannt geben, wenn eure Eltern wissen, wohin ihr sie verschicken wollt.

 Fantasienamen ausdenken!
Es ist besser, wenn ihr auch in der E-Mail-Adresse nicht mit eurem richtigen Namen auftaucht. Schreibt also nicht: Anna_Mustermann@t-online.de. Besser wäre nur Anna@t-online.de oder gleich ein Fantasiename (so etwas benutzen auch viele Erwachsene). Fragt am besten eure Eltern, wie das funktioniert, und bittet sie, euch so eine E-Mail-Adresse einzurichten.

 Merkwürdige Mails nicht beantworten!
Antwortet nicht auf E-Mails, die euch irgendwie komisch vorkommen, weil ihr sie nicht richtig versteht, oder die womöglich bedrohlich oder unangenehm sind. Zeigt diese Mails gleich euren Eltern!

Fast alle dieser Sicherheitstipps gelten genauso gut für Erwachsene. Die Regeln, an die sich Kinder und Erwachsene im Internet halten sollten, unterscheiden sich gar nicht besonders!

Wenn ihr Fragen habt oder die eine oder andere Regel nicht versteht, fragt eure Eltern oder fragt uns!



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Dieses Onlineangebot wurde erstellt, um die Bücher der Reihe "Wissen mit Links" zu ergänzen.

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Es ist langfristig für Kinder am sinnvollsten, wenn sie lernen, mit dem Medium Internet auf kompetente Weise eigenverantwortlich umzugehen. Kompetent mit einem Medium umgehen heißt auch, sich seiner Vor- und Nachteile bewusst zu sein. Daher ist es wenig ratsam, Kindern zu verschweigen, dass das Internet nicht nur gute Seiten hat. Im Gegenteil: Kinder sollten wissen, dass im Internet genau dieselben Gefahren lauern wie im "richtigen" Leben.

Gefährliche oder auch bedenkliche Inhalte zu erkennen und zu wissen, wie man damit umgeht, ist ein wichtiger Schritt in Richtung eigenverantwortliches Handeln. Kinder können lernen, Inhalte als bedenklich einzuordnen und entsprechend zu handeln. Zum Beispiel, indem sie ihre Eltern oder Lehrer auf diese Inhalte aufmerksam machen.

Suchen Sie den Dialog mit Ihren Kindern und nehmen Sie so Einfluss auf ihr Surfverhalten. Der Aufbau der Medienkompetenz von Kindern sollte dabei im Vordergrund stehen.




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